Crowdworking – Professionalität

Eine Kritik der illusionären Wertschätzung und Wirkungsrelevanz

Illusion: Professionalität?

Was bei Auftraggebern und Designern, die sich der Crowdworking-Plattformen bedienen, gleichermaßen besonders auffällt, ist, dass sie oft keine Designprofis sind, sondern eher Dilettanten im Design, die sich anmaßen, Entwürfe qualitativ zu beurteilen bzw. gute Entwürfe zu machen. Dies steht im krassen Gegensatz zu den Plattform-Betreibern, die ausgebuffte Profis sind, ihr Geschäft verstehen und in ihrem Sinne weiterentwickeln. Sie haben sich in einem Verband organisiert, um arbeitsmarktpolitische Gesetzesänderungen zu unterlaufenvertrauend auf die nur sehr langsam reagierende Politik.

Das selbst namhafte Institutionen und Unternehmen als Auftraggeber diese Art der Massenarbeit nutzen, ist noch lange kein Beweis für Kompetenz im Umgang mit Crowdworkernsonst müsste diesen eigentlich schon längst aufgefallen sein, welche Risiken sie hier eingehen. Dass die Crowdworker-Zahlen in die zigtausende gehen, resultiert auch aus dem sehr hohen Anteil an gering oder gar nicht qualifizierten (nichtberuflichen) Designern.

Und was tun die Auftraggeber-Verbände, wie z.B. die IHK’s, dagegen? Nichts, außer dass sie die Plattformbetreiber als »innovative« Geschäftsmodelle in Businessplan-Wettbewerben auszeichnen. Die Designer-Verbände haben offensichtlich noch gar nicht mitbekommen was da passiert und welche Konsequenzen dies für sie und ihre Mitglieder hat. Nichts als Illusionen!


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