Designbildung der Zukunft

Lehrmethodik

Bei meiner Arbeit als Dozent habe ich die Erfahrung gemacht, dass es wichtig ist, sich voll und ganz auf die Studenten zu konzentrieren. Daher wende ich in Referaten und Workshops (mit kleinen und auch großen Gruppen) methodisch den sogenannten »Sokratischen Dialog« an. Es ist eine ursprünglich philosophische Unterrichtsmethode, die zu eigenverantwortlichem Denken, zur Reflexion und Selbstbestimmung anleitet.

Ein mir persönlich wichtig erscheinender Aspekt ist es, den Studierenden die Relevanz der Gestaltung von Artefakten im perspektivischen Verhältnis zu Mentefakten und Soziofakten (im Sinne der Kultur-Definition nach Roland Posner) deutlich zu machen. Hintergrund sind die zunehmende Bedeutung der Nachhaltigkeit und der Paradigmenwechsel im globalen Wettbewerb (vom Gestaltungs- zum Identitätswettbewerb). Ein weiterer Aspekt ist die Kooperation, das heißt die Form der Zusammenarbeit, die es Designern möglich macht, trotz bzw. gerade wegen charakterlicher Differenzen, kreative Prozesse produktiv zu bewältigen.
 
Meine Arbeit ist daher nondirektiv (beeinflusst von psychoanalytischen Methoden) und schafft für Studierende einen Denkraum, in dem sie sich frei bewegen können, ohne Gefahr zu laufen, den Halt zu verlieren. Es ist in erster Linie eine Orientierungshilfe, die ich anbiete.

Ziel ist es, die Studierenden in ihrer Bewertungs- und Interpretationskompetenz zu unterstützen. Es geht daher primär nicht um die Quantifizierung von Wissen, sondern um die qualifizierte Anwendung und Umsetzung von Wissen. Da es in keiner handwerklichen und wissenschaftlichen Disziplin eine absolute Wahrheit gibt, steht die Urteilsfähigkeit im Vordergrund.

Nur so können sich eigenverantwortliche und selbstständige Persönlichkeiten entwickeln. Und diese brauchen wir in der heutigen Zeit mehr den je.